Eine gute Angebotssoftware für die CNC-Fertigung berechnet Fräs- und Drehteile auf Basis Ihrer eigenen Maschinenstundensätze, Materialpreise und Rüstkosten – in Minuten statt in Stunden. Damit antworten Sie als Lohnfertiger schneller auf Anfragen, kalkulieren jedes Teil nach denselben Regeln und verlieren weniger Aufträge an Wettbewerber, die zuerst ein Angebot schicken. In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Faktoren die Kosten eines CNC-Teils wirklich bestimmen, wie Sie Ihre Kalkulation standardisieren und wie ein Online-Sofortangebot auf Ihrer eigenen Website funktioniert.
Sie betreiben einen Fertigungsbetrieb? Mit SeekMake bekommen Ihre Kunden Sofortangebote direkt auf Ihrer Website.
Warum CNC-Angebote so viel Zeit kosten
In vielen Betrieben läuft die Angebotserstellung noch so: Eine Anfrage kommt per E-Mail, mit STEP-Datei und PDF-Zeichnung. Jemand aus der Arbeitsvorbereitung öffnet das Modell, schätzt Rohteilmaß, Spannungen und Bearbeitungszeit, schaut in die Materialpreisliste und trägt alles in eine Excel-Tabelle ein. Bei komplexen Teilen dauert das schnell eine Stunde oder länger – und am Ende hängt das Ergebnis stark davon ab, wer kalkuliert hat.
Das führt zu drei typischen Problemen:
- Lange Antwortzeiten: Einkäufer fragen oft bei mehreren Lohnfertigern parallel an. Wer zwei Tage für ein Angebot braucht, ist häufig schon raus.
- Uneinheitliche Preise: Dasselbe Teil wird je nach Mitarbeiter und Tagesform unterschiedlich kalkuliert. Das kostet Marge oder Aufträge.
- Gebundene Fachkräfte: Ihre besten Leute sitzen am Angebot statt an der Maschine oder im CAM-System – auch für Anfragen, aus denen nie eine Bestellung wird.

Was die Kosten eines CNC-Teils bestimmt
Bevor Sie eine Kalkulationssoftware einführen, lohnt sich ein klarer Blick auf die Kostentreiber. Nur wenn diese sauber definiert sind, kann eine Software reproduzierbare Preise liefern.
Material und Rohteil
Entscheidend ist nicht das Volumen des fertigen Teils, sondern das Rohteil: Stangenabschnitt, Plattenzuschnitt oder Block inklusive Aufmaß. Aluminium wie EN AW-6082 oder 7075 ist günstig und schnell zu zerspanen, Edelstahl 1.4404 oder Titan kostet mehr im Einkauf und deutlich mehr Maschinenzeit. Hinterlegen Sie pro Werkstoff den Kilopreis, die Dichte und das übliche Aufmaß.
Maschinenzeit
Die Bearbeitungszeit hängt vom zu entfernenden Volumen, vom Werkstoff, von der Anzahl der Werkzeugwechsel und von schwer erreichbaren Bereichen wie tiefen Taschen oder kleinen Innenradien ab. Eine 5-Achs-Fräsmaschine hat einen anderen Stundensatz als ein konventionelles Drehzentrum. Arbeiten Sie deshalb mit Stundensätzen pro Maschinengruppe, nicht mit einem Durchschnittswert für die ganze Halle.
Rüstkosten und Programmierung
CAM-Programmierung, Vorrichtung, Spannmittel und Erstteilprüfung fallen einmal pro Auftrag an – egal ob Sie ein Teil oder hundert fertigen. Jede zusätzliche Aufspannung erhöht diese Kosten. Bei Einzelteilen und Prototypen machen die Rüstkosten oft den größten Teil des Preises aus.
Toleranzen und Oberflächen
Allgemeintoleranzen nach ISO 2768-m sind auf modernen Maschinen Standard. Enge Passungen, Form- und Lagetoleranzen oder Rauheiten unter Ra 0,8 µm erfordern langsamere Schlichtgänge, zusätzliche Messungen und manchmal Schleifen. Legen Sie Aufschläge für Toleranzklassen fest, statt sie jedes Mal neu zu schätzen.
Veredelung und Nachbearbeitung
Eloxieren, Verzinken, Brünieren, Härten oder Pulverbeschichten werden meist extern vergeben. Rechnen Sie hier mit Preis pro Teil oder pro Charge plus Handling und zusätzlicher Lieferzeit. Auch Entgraten, Gewindeeinsätze oder Gravuren gehören in diese Kategorie.
Stückzahl
Die Stückzahl verteilt die einmaligen Kosten. Die folgende Tabelle zeigt das Prinzip.
Beispiel: Ein Frästeil aus Aluminium mit 150 € Rüst- und Programmierkosten, 8 € Material und 20 € Maschinenzeit pro Stück (runde, frei gewählte Werte).
| Stückzahl | Rüstkosten pro Teil | Material + Maschine pro Teil | Preis pro Teil (ohne Marge) |
|---|---|---|---|
| 1 | 150 € | 28 € | 178 € |
| 10 | 15 € | 28 € | 43 € |
| 100 | 1,50 € | 28 € | 29,50 € |
Genau diese Staffelung erwarten Kunden heute in einem Angebot. Wer sie automatisch anzeigt, verkauft häufig größere Losgrößen.
In fünf Schritten zu einer einheitlichen CNC-Kalkulation
- Stundensätze festlegen: Ermitteln Sie pro Maschinengruppe (3-Achs, 5-Achs, Drehen, Dreh-Fräs) einen Stundensatz inklusive Abschreibung, Energie, Personal und Gemeinkosten.
- Materialliste pflegen: Werkstoffe mit Kilopreis, Dichte, Zerspanbarkeitsfaktor und verfügbaren Halbzeugmaßen.
- Rüstpauschalen definieren: Grundpauschale pro Auftrag plus Zuschlag pro zusätzlicher Aufspannung.
- Aufschläge standardisieren: Toleranzklassen, Oberflächen, Veredelungen und Eilaufträge als feste Prozent- oder Euro-Werte.
- Mengenrabatte und Mindestbestellwert festlegen: So bleiben auch kleine Aufträge wirtschaftlich.
Wenn diese Regeln einmal stehen, kann eine Software sie bei jeder Anfrage gleich anwenden. Ihre Mitarbeiter prüfen dann nur noch Sonderfälle.
Fräsen und Drehen: Unterschiede in der Kalkulation
Drehteile sind meist rotationssymmetrisch und werden aus Stangenmaterial gefertigt. Hier zählen Stangendurchmesser, Abstechlänge und Zykluszeit; bei Serien auf Langdrehern sind die Rüstkosten höher, die Stückkosten dafür niedrig. Frästeile werden aus Platten oder Blöcken gefertigt. Hier steigen die Kosten vor allem mit der Zahl der Aufspannungen, tiefen Taschen und dünnen Wänden. Eine gute Angebotssoftware erkennt aus der 3D-Datei, welches Verfahren passt, und rechnet entsprechend.
Woran Sie eine gute Angebotssoftware für CNC erkennen
- Liest STEP-Dateien direkt und erkennt Geometrie, Volumen und Rohteilmaß.
- Rechnet mit Ihren eigenen Regeln, nicht mit fremden Durchschnittspreisen.
- Prüft die Fertigbarkeit und weist auf kritische Geometrien hin.
- Zeigt Preise für mehrere Stückzahlen und Lieferzeiten.
- Lässt sich auf Ihrer eigenen Website einbinden, unter Ihrer Marke.
- Verwaltet Anfragen, Angebote, Bestellungen und Kunden an einem Ort.
Weniger Zeit fürs Kalkulieren, mehr Bestellungen. Sehen Sie, wie SeekMake funktioniert.
So hilft SeekMake CNC-Lohnfertigern
SeekMake ist ein White-Label-Widget für Sofortangebote und Bestellungen, das Sie auf Ihrer eigenen Website einbinden. SeekMake ist kein Marktplatz: Ihre Marke, Ihre Kunden und Ihre Marge bleiben bei Ihnen.

- Online-Sofortangebot: Ihr Kunde lädt eine STEP-Datei hoch, wählt Werkstoff, Oberfläche und Stückzahl und sieht den Preis in Sekunden. Anschließend kann er direkt online bestellen und bezahlen.
- Ihre Preisregeln: Sie hinterlegen Maschinen, Materialien, Stundensätze, Rüstkosten, Mengenrabatte und Mindestbestellwerte. Die Einrichtung begleiten wir kostenlos per Videocall oder WhatsApp.
- KI-Preisberechnung: Die Preis-Engine wurde laut SeekMake mit mehr als 10 Millionen realen Fertigungsteilen und Angeboten trainiert und erreicht eine Genauigkeit von rund 98 %.
- Fertigbarkeitsanalyse (DFM): Hochgeladene Dateien werden auf Fertigbarkeit geprüft, bevor das Angebot rausgeht.
- Email to Quote: Leiten Sie eine Anfrage-E-Mail an Ihr Angebotspostfach weiter, und ein Angebotsentwurf entsteht automatisch.
- Dashboard: Kunden, Angebote, Bestellungen, Rabatte, Versand sowie Maschinen und Materialien in einer Oberfläche – auch unterwegs per iPhone-App.
- Datenhoheit: Für Unternehmen, die ihre Daten auf eigenen Servern halten möchten, gibt es eine On-Premises-Variante.
Das Widget läuft auf jeder Website und ist als WordPress-Plugin sowie im Shopify App Store verfügbar. Der Starter-Tarif ist kostenlos; für online bezahlte Bestellungen fällt eine Gebühr von 9 % an (Stand Oktober 2026). Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Demo-Video.
Häufige Fragen
Kann eine Software komplexe CNC-Teile zuverlässig kalkulieren?
Für den Großteil typischer Fräs- und Drehteile ja, sofern Ihre Stundensätze und Materialpreise sauber hinterlegt sind. Bei sehr komplexen Baugruppen oder besonderen Anforderungen können Sie Anfragen manuell prüfen und das Angebot anpassen.
Welche Dateiformate brauche ich für ein CNC-Sofortangebot?
Für gefräste und gedrehte Teile ist STEP das gängigste Format, da es die exakte Geometrie enthält. Eine Zeichnung mit Toleranzangaben ergänzt das Modell bei engen Passungen.
Verliere ich die Kontrolle über meine Preise?
Nein. Sie legen alle Regeln selbst fest, von Maschinenstundensätzen bis zu Mindestbestellwerten, und können sie jederzeit ändern.
Sehen meine Kunden, dass SeekMake dahintersteht?
Das Widget erscheint unter Ihrer eigenen Marke auf Ihrer Website. Kundenbeziehung und Bestellungen bleiben bei Ihnen.
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Weiterlesen
- Preiskalkulation in der Fertigung: vom Stundensatz zum Angebot
- Angebotssoftware für die Fertigung: Vergleich und Auswahl-Checkliste
- DFM-Prüfung: CAD-Dateien vor dem Angebot fertigungsgerecht prüfen
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SeekMake ist eine White-Label-Lösung für Sofortangebote und Online-Bestellungen für Fertigungsbetriebe, entwickelt von der SeekMake EU SAS in Marseille. Unsere Ratgeber basieren auf unserer Arbeit mit Fertigungsbetrieben in ganz Europa. Mehr über SeekMake

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