Ein Online-Angebot für Blechbearbeitung und Laserschneiden entsteht, wenn Ihre Kalkulation aus einer DXF- oder STEP-Datei automatisch Schnittlänge, Einstiche, Biegungen und Materialbedarf ermittelt und daraus mit Ihren eigenen Stundensätzen einen Preis berechnet. Der Kunde lädt seine Datei auf Ihrer Website hoch, wählt Werkstoff, Blechdicke und Stückzahl und sieht den Preis in Sekunden. In diesem Leitfaden lesen Sie, welche Kostentreiber in ein belastbares Sofortangebot gehören, wie Sie Ihre Preislogik aufbauen und wie Sie sie online stellen.
Sie betreiben einen Fertigungsbetrieb? Mit SeekMake bekommen Ihre Kunden Sofortangebote direkt auf Ihrer Website.
Warum sich Online-Angebote für Blechbearbeiter lohnen
In vielen Blechbetrieben läuft die Angebotserstellung noch so: Eine Anfrage kommt per E-Mail mit Zeichnung, jemand öffnet die Datei im CAD, misst Konturen, schätzt die Schneidzeit, schaut in die Materialpreisliste und schreibt das Angebot im ERP oder in einer Vorlage. Für ein unkompliziertes Laserteil vergehen dabei schnell 20 bis 40 Minuten, für eine Baugruppe mit Kantteilen deutlich mehr. Gleichzeitig holen Einkäufer oft drei oder mehr Angebote ein und bestellen beim ersten Lohnfertiger, der einen plausiblen Preis und eine klare Lieferzeit nennt.
Ein Sofortangebot auf der eigenen Website verändert diesen Ablauf: Standardteile wie Flansche, Halter, Abdeckbleche, Laschen oder Typenschilder werden ohne Zutun Ihres Teams kalkuliert und bestellt. Ihre Mitarbeiter kümmern sich um die Anfragen, die wirklich eine technische Klärung brauchen. Entscheidend ist, dass die automatische Kalkulation dieselbe Logik nutzt wie Ihr erfahrener Kalkulator. Sonst verschenken Sie Marge oder verlieren Aufträge an zu hohe Preise.

DXF oder STEP: welche Datei für welches Teil
Für Laser-, Wasserstrahl- und Plasmaschneiden ist die 2D-Kontur entscheidend, für Kantteile zusätzlich die Abwicklung.
- DXF für flache Teile: Die DXF-Datei liefert Außenkontur und alle Innenkonturen. Daraus summiert die Software die Schnittlänge und zählt die geschlossenen Konturen, also die Einstiche. Bitten Sie Ihre Kunden, im Maßstab 1:1 und in Millimetern zu exportieren, ohne Bemaßungen, Rahmen oder Schriftfeld auf der Schneidebene.
- STEP für Kantteile und Baugruppen: Bei gebogenen Teilen ist das 3D-Modell die bessere Grundlage. Daraus lassen sich Blechdicke, Anzahl der Biegungen, Biegeradien und Abwicklung ableiten. Die Abwicklung bestimmt Zuschnittgröße und Schnittlänge, die Biegungen bestimmen den Aufwand an der Abkantpresse.
- PDF-Zeichnung als Ergänzung: Toleranzen, Gewinde, Senkungen, Einpressmuttern oder Oberflächenangaben stehen oft nur auf der Zeichnung. Sehen Sie im Bestellprozess ein Feld für Hinweise oder ein zusätzliches Dokument vor.
Offene Konturen, doppelte Linien oder zu kleine Löcher im Verhältnis zur Blechdicke sollten schon beim Hochladen auffallen. Das erspart spätere Rückfragen.
Die Kostentreiber in der Blechkalkulation
Werkstoff und Blechdicke
Werkstoff (Baustahl, Edelstahl, Aluminium, verzinktes Blech, Kupfer, Messing) und Blechdicke bestimmen den Materialpreis pro Kilogramm oder pro Tafel. Die Dicke wirkt außerdem auf die Schneidgeschwindigkeit: 10 mm Stahl wird um ein Vielfaches langsamer geschnitten als 1 mm. Hinterlegen Sie deshalb für jede Kombination aus Werkstoff und Dicke einen eigenen Vorschub und einen eigenen Materialpreis. Bieten Sie online nur Dicken an, die Sie auf Lager haben oder kurzfristig beschaffen können.
Schnittlänge
Die Schnittlänge ist die Summe aller Außen- und Innenkonturen. Geteilt durch den Vorschub für Werkstoff und Dicke ergibt sie die reine Schneidzeit. Beim Wasserstrahlschneiden gilt dieselbe Logik, allerdings mit deutlich niedrigeren Vorschüben, die zusätzlich von der gewünschten Schnittqualität abhängen. Beim Plasmaschneiden sind die Vorschübe hoch, dafür ist die Kantenqualität bei dünnen Blechen und kleinen Bohrungen begrenzt.
Einstiche
Jede geschlossene Kontur braucht einen Einstich. Ein Lochblech mit 200 kleinen Löchern hat pro Loch nur eine kurze Schnittlänge, aber 200 Einstiche, und jeder davon kostet Zeit. Bei dicken Blechen dauert ein Einstich mehrere Sekunden, beim Plasma kommt Verschleiß an Düse und Elektrode hinzu, beim Wasserstrahl ist das Anbohren besonders langsam. Kalkulieren Sie Einstiche deshalb als eigene Position: Anzahl mal Einstechzeit je Werkstoff und Dicke.
Biegungen
Bei Kantteilen zählen Anzahl der Biegungen, Teilegröße und Gewicht. Ein kleines Teil mit zwei Biegungen ist an der Abkantpresse in Sekunden erledigt, ein zwei Meter langes Teil braucht zwei Personen oder eine Biegezelle. Viele Betriebe arbeiten mit einem Preis pro Biegung, gestaffelt nach Teilelänge, plus Rüstkosten pro Werkzeugwechsel.
Verschachtelung und Verschnitt
Beim Verschachteln (Nesting) werden die Teile auf der Blechtafel angeordnet. Je besser die Tafelausnutzung, desto weniger Verschnitt. Eine vollständige Verschachtelung pro Anfrage ist für ein Sofortangebot meist zu aufwendig. Bewährt hat sich ein Rechenmodell: Fläche des umschließenden Rechtecks plus Steg- und Randzuschlag, multipliziert mit einem Verschnittfaktor, zum Beispiel 15 bis 25 Prozent je nach Geometrie. Stark verwinkelte oder große Teile erhalten einen höheren Faktor.
Nachbearbeitung und Oberfläche
Entgraten, Gleitschleifen, Gewindeschneiden, Senken, Einpressen von Muttern, Schweißen, Pulverbeschichten, Verzinken oder Eloxieren machen oft den größten Unterschied zwischen zwei Angeboten aus. Bieten Sie online nur Optionen an, die Sie zuverlässig kalkulieren können. Für fremdvergebene Arbeiten wie Pulverbeschichtung hinterlegen Sie einen Preis pro Quadratmeter oder pro Teil mit Mindestpreis.
Rüstkosten, Stückzahl und Mindestbestellwert
Programmieren, Tafel auflegen, Werkzeuge an der Abkantpresse einrichten: Diese Rüstkosten fallen pro Auftrag an, nicht pro Teil. Verteilen Sie sie auf die Stückzahl, dann ergibt sich die Mengenstaffel automatisch. Ein Mindestbestellwert schützt Sie vor Aufträgen, die mehr Verwaltungsaufwand als Umsatz bringen.
Beispielrechnung für ein gekantetes Edelstahlteil
Beispiel: Ein Halter aus Edelstahl 1.4301, 2 mm dick, mit 1,2 m Schnittlänge, 8 Einstichen und 2 Biegungen. Alle Werte sind gerundet und dienen nur der Veranschaulichung.
| Position | Annahme | Kosten pro Teil |
|---|---|---|
| Schneiden | 1,2 m bei 6 m/min = 12 s, plus 8 Einstiche à 1 s, zusammen 20 s bei 180 €/h | 1,00 € |
| Material | 0,05 m² inklusive Verschnitt, rund 0,8 kg bei 4 €/kg | 3,20 € |
| Biegen | 2 Biegungen à 0,50 € | 1,00 € |
| Rüstkosten | 40 € pro Auftrag, verteilt auf 10 Stück | 4,00 € |
| Summe vor Marge | bei 10 Stück | 9,20 € |
Bei 100 Stück sinkt der Rüstanteil auf 0,40 € und die Summe vor Marge auf 5,60 € pro Teil. Genau diese Staffel sollte der Kunde im Online-Angebot sofort sehen, sobald er die Stückzahl ändert.
In fünf Schritten zum Sofortangebot auf Ihrer Website
- Angebot festlegen: Welche Werkstoffe, Dicken, maximale Teilegröße und Verfahren (Laser, Wasserstrahl, Plasma, Kanten) bieten Sie online an?
- Preisregeln hinterlegen: Maschinenstundensätze, Vorschübe, Einstechzeiten, Materialpreise, Biegepreise, Rüstkosten, Mengenstaffeln und Mindestbestellwert.
- Mit echten Aufträgen testen: Kalkulieren Sie 20 bis 30 abgeschlossene Aufträge mit der neuen Logik nach und vergleichen Sie die Ergebnisse mit Ihren damaligen Angeboten.
- Grenzen definieren: Teile außerhalb Ihrer Regeln, etwa sehr dicke Bleche oder enge Toleranzen, gehen als Anfrage an Ihr Team statt als Sofortpreis.
- Sichtbar platzieren: Das Angebotsformular gehört auf die Startseite und auf jede Leistungsseite, zum Beispiel „Laserschneiden“ oder „Kantteile“.
Weniger Zeit fürs Kalkulieren, mehr Bestellungen. Sehen Sie, wie SeekMake funktioniert.
So unterstützt Sie SeekMake
SeekMake ist eine White-Label-Lösung für Sofortangebote und Bestellungen, die Sie als Widget auf Ihrer eigenen Website einbinden. Ihre Kunden sehen Ihre Marke, Kundenbeziehung und Marge bleiben bei Ihnen. SeekMake ist kein Marktplatz.

- Datei hochladen, Preis in Sekunden: Der Kunde lädt eine DXF- oder STEP-Datei hoch, wählt Werkstoff, Blechdicke, Oberfläche und Stückzahl und sieht sofort den Preis. Neben Blechbearbeitung und Laserschneiden können Sie auch Wasserstrahl- und Plasmaschneiden anbieten.
- Ihre eigenen Preisregeln: Materialien, Maschinenstundensätze, Rüstkosten, Mengenrabatte und Mindestbestellwert legen Sie selbst fest. Die KI-Preisberechnung wurde laut SeekMake mit mehr als 10 Millionen realen Fertigungsteilen trainiert und erreicht rund 98 % Genauigkeit. Bei der Einrichtung der Preise helfen Experten kostenlos, per WhatsApp oder in einem gebuchten Termin.
- Fertigbarkeitsprüfung: Eine DFM-Analyse prüft hochgeladene Dateien auf Fertigbarkeit, bevor der Auftrag bei Ihnen ankommt.
- Email to Quote: Anfragen, die weiterhin per E-Mail kommen, leiten Sie an ein Angebotspostfach weiter, und ein Angebotsentwurf entsteht automatisch.
- Alles an einem Ort: Im Dashboard verwalten Sie Kunden, Bestellungen, Angebote, Rabatte, Versandeinstellungen sowie Maschinen und Materialien. Unterwegs hilft die iPhone-App mit Sprachassistent.
- Daten im eigenen Haus: Für Unternehmen, die ihre Daten auf eigenen Servern halten möchten, gibt es eine On-Premises-Variante.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Demo-Video.
Häufige Fragen
Kann ein Online-Angebot die Verschachtelung berücksichtigen?
Für ein Sofortangebot genügt in der Regel ein Verschnittfaktor auf das umschließende Rechteck. Die tatsächliche Verschachtelung erfolgt danach in Ihrer CAM-Software. Prüfen Sie den Faktor regelmäßig anhand Ihrer realen Tafelausnutzung.
Was passiert mit Teilen, die außerhalb meiner Regeln liegen?
Solche Teile sollten keinen automatischen Preis erhalten. Leiten Sie sie als Anfrage an Ihr Team weiter und erstellen Sie das Angebot manuell, etwa bei Sondertoleranzen oder selten bearbeiteten Blechdicken.
Eignet sich das auch für Wasserstrahl- und Plasmaschneiden?
Ja. Die Kostentreiber sind dieselben: Schnittlänge, Einstiche, Werkstoff und Dicke. Vorschübe, Einstechzeiten und Maschinenstundensätze unterscheiden sich und werden pro Verfahren hinterlegt.
Was kostet SeekMake?
Der Tarif Starter ist kostenlos, mit 9 % Gebühr auf online bezahlte Bestellungen. Growth kostet 990 € pro Jahr (2,5 % Gebühr), Pro 2.999 € pro Jahr (0,4 % Gebühr), Enterprise wird individuell vereinbart (0 % Gebühr). Die Gebühren fallen nur bei Bestellungen an, die über Stripe oder PayPal auf SeekMake bezahlt werden (Stand: Oktober 2026).
Jetzt starten
Legen Sie Ihr Konto kostenlos als Fertiger an und richten Sie Ihre ersten Werkstoffe und Preise ein. Wenn Sie die Preislogik für Ihre Laseranlage und Abkantpresse gemeinsam aufsetzen möchten, buchen Sie ein kostenloses 30-minütiges Einrichtungsgespräch.
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SeekMake ist eine White-Label-Lösung für Sofortangebote und Online-Bestellungen für Fertigungsbetriebe, entwickelt von der SeekMake EU SAS in Marseille. Unsere Ratgeber basieren auf unserer Arbeit mit Fertigungsbetrieben in ganz Europa. Mehr über SeekMake

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